Märchen

Märchen

“Es war einmal…”

Viele von uns werden seit ihrer Kindheit von Märchen begleitet und selbst wenn diese dutzende Male erzählt worden waren, erschaffen sie immer wieder neue Bilder in uns. Wer kennt nicht Schneewittchen, Dornröschen, den gestiefelten Kater, das tapfere Schneiderlein und die Geschichten aus Tausendundeiner Nacht? Märchen, deren Motive sich auch über Kulturen hinweg ähneln, wurden seit Jahrhunderten immer wieder neu erzählt und weitergegeben. Sie erreichen uns in ihrer Symbolik als Kinder wie auch als Erwachsene.

Märchen können treue Begleiter während persönlicher Übergänge sein – am Weg vom Kind zum Jugendlichen, zum jungen Erwachsenen, in der Ablösung von der Ursprungsfamilie und so fort. Märchen beinhalten Lösungspotential; wir erkennen, dass auch der Entwicklungsweg unseres Helden oder unserer Heldin Umwege, Gefahren und vorübergehendes Scheitern bergen kann. Auch lassen sich anhand von Märchen Familiensituationen, beispielsweise die in Familien herrschende Dynamik, beschreiben. Des Weiteren bieten Märchen in ihrer Symbolik die Möglichkeit, heikle Themen wie Krankheit, Tod oder Sexualität in metaphorischer Form anzusprechen.

Für viele Menschen kann es anregend sein, die eigene Lebensgeschichte anhand ihrer Lieblingsmärchenfiguren darzustellen und so den (in den Märchen innewohnenden) Lösungsschritten nahe zu kommen. Märchenhelden und -heldinnen finden nicht immer auf Anhieb den richtigen Weg, sie müssen ihn oft mehrmals bewältigen (meist drei Mal) und lernen dabei mitunter neue Menschen, neue Möglichkeiten und Potenziale sowie neue Hilfestellungen kennen. Können auch wir uns die magischen drei Versuche gestatten?

 

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